Bei seinem Besuch in Südkärnten wurde
der Minister Dr. Pogačnik vom Bürgermeister der Gemeinde Eisenkappel
Franc Jožef Smrtnik empfangen und mit der Gemeindepolitik vertraut
gemacht. Anschließend fand die Besichtigung des Bauernhofes Miklau in
Leppen als Beispiel für gelungene Führung eines Bergbauernhofes statt.
In Eisenkappel besichtigte die Delegation auch die Zadruga Genossenschaft.

In Tainach haben die Gastgeber dem slowenischen
Minister die Vorstellung der Tätigkeit der Bäuerlichen Bildungsgemeinschaft
- KIS sowie ein Treffen mit dem Landesrat Dr. Martinz vorbereitet. Die
Vertreter von SJK und KIS hoben die Problematik der Begutachtung der
grenzüberschreitenden Projekte von Seiten der österreichischen
Behörden hervor und äußerten die Bitte, das beide Seiten
die Projekte im Rahmen des EU Programmes INTERREG III unterstützen
mögen. Minister Pogačnik hat sich bei der österreichischen
Seite für die Unterstützung dieser Projekte eingesetzt und wird
darüber auch den österreichischen Landwirtschaftsminister in
Kenntnis setzen.

Es handelt sich um Projekte der Vernetzung und
des Informationsaustausches zwischen den Staaten auf dem Gebiet der
Landwirtschaft und der Entwicklung des ländlichen Raumes, der Bekanntmachung
und Unterstützung des Vertriebs von bäuerlichen Produkten und
die Erhaltung des alten traditionellen Wiesenobstanbaus und Weingärten.
Minister Pogačnik betonte die Möglichkeit
der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Rahmen der Leader Projekte,
bei denen sogenannte lokale Aktionsgruppen auf beiden Seiten der Grenze
mitarbeiten können. Zutreffende Inhalte der Zusammenarbeit sind
gemeinsame Tourismusangebote, gemeinsames Anbieten der bäuerlichen
Produkte und Erzeugnisse sowie einige kleinere Projekte, wie Jugendtreffen,
bei denen sie beide Sprachen lernen, gemeinsame kulturelle Veranstaltungen
durchführen und dergleichen. Zwischen den slowenischen Bauernhöfen
in Nordslowenien und den Bauernhöfen in Südkärnten besteht
eine größe Ähnlichkeit. Angesicht der Tatsache, dass Österreich
vor Slowenien der EU beitrat, sind die Erfahrungen der Südkärntner
Bauernhöfe für die slowenische Seite willkommen. Pogačnik
zeigte sich interessiert an dem Austausch des Wissens und der Erfahrungen
vor allem auf dem Gebiet der Waldbewirtschaftung und der Biomassenutzung
und auch über die Erfahrungen bei der Beseitigung der Verwaldung
von Agrarland und der neuerlichen Änderung dieser Flächen in
Landwirtschaftsflächen.

Die Gesprächspartner haben dem Minister
auch die Lage der Landwirtschaft in Kärnten vorgestellt und verwiesen
auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Slowenien. Die Bäuerliche
Bildungsgemeinschaft KIS arbeitet mit der Bildungseinrichtung Biotehniški
center Naklo beim Projekt der Fachpraxisausbildung ihrer Studierenden
an den Bauernhöfen in Kärnten und der Durchführung von fachlichen
Weiterbildung mit. Die Südkärntner Bauernhöfe nahmen an
der Ausstellung "Dobrote slovenskih kmetij" - Köstlichkeiten
von slowenischen Bauernhöfen in Ptuj teil, wo sie 20 Anerkennungen
bekamen. Auch nahmen die Bäuerinnen aus Kärnten bei den Kärntner
Kulturtagen in Ljubljana mit ihren Kunstwerken an der Ausstellung teil.
Für derartige Aktivitäten der slowenischen Organisationen aus
Kärnten und ihre Zusammenarbeit mit Slowenien wird das Ministerium
heuer voraussichtlich 69.000 EUR bereitstellen.
Links:
Ministrstvo za kmetijstvo, gozdarstvo
in prehrano
Bericht vom Besuch des Ministers Pogačnik in Kärnten auf
der Homepage der Slowenischen Abteilung - Slovenski spored ORF 15.
Juni 2009