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  Kmečki koledar Bauernkalender 2010
Die ältere Generation steht im Mittelpunkt des Kalenders


Die Bäuerliche Bildungsgemeinschaft KIS stellte am Sonntag, den 29. November 2009, im voll besetzten Saal des Bildungshauses Sodalitas in Tainach ihren dritten Bauernkalender in Folge vor.
Das Jahr 2010 ist der älteren Generation an den Bauernhöfen gewidmet und stellt pensionierte Bauern und Bäuerinnen im Alter zwischen 70 und 90 Jahren dar. Die vorgestellten Bauernhöfe aus dem Gailtal, Rosental und Jauntal spiegeln die wirtschaftliche, technologische und kulturelle Entwicklung Südkärntens im vorigen Jahrhundert wider.

Die ältere Generation, die in eine Zeit ohne elektrischen Strom und automatische landwirtschaftliche Geräte geboren wurde, gibt Einblick in ihren Lebensweg. Dem Leser werden auf den Rückseiten des Kalenders 12 verschiedene Schicksale geschildert, die zu dem heutigen Status der vorgestellten Bauernhöfe geführt haben.

Miha Zablatnik, der Obmann der Bäuerlichen Bildungsgemeinschaft KIS schreibt in der Einleitung zum Bauernkalender über die vorgestellten Bauern und Bäuerinnen: "Sie erlebten die Nachwehen der Volksabstimmung 1920. Ihre Sprache lernten sie in den Vereinen und bei ihren kirchlichen Aktivitäten. In der Schule war "Slowenisch" ein Mittel zum Zweck, um so früh wie möglich Deutsch zu lernen. Mit dem Verschwinden Österreichs von den Landkarten im Jahr 1938 nahm die Hitlerdiktatur mit Hilfe der heimischen fanatischen Nationalsozialisten der slowenischen Jugend in Kärnten ihre jugendliche Unbekümmerheit.
Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm diese Generation ihre Höfe und erlebte einen technischen Fortschritt, bei dem kein Stein auf dem anderen bleiben sollte. Die Mechanisierung zunächst mit Motormähern, danach Traktoren und allen Landmaschinen, danach der Stromanschluss und die damit verbundenen Erleichterungen auf dem Hof und im Haus. Die Anzahl des Viehs stieg rasant an und die Industrialisierung der Landwirtschaft ging in die tägliche Praxis über."

Wie in den bisherigen Kalendern, so ist auch im Jahr 2010 ein Monat einer Bauernfamilie aus dem Nachbarstaat gewidmet. Heuer entschied sich die Bäuerliche Bildungsgemeinschaft KIS für die Familie Debelis aus Triest. Alojz in Zorka Debelis waren allseits in verschiedenen slowenischen Vereinen aktiv, vor allem aber sind sie als Sprecher der slowenischen Bauern der Triestiner Region bekannt. So war Alojs Debelis viele Jahre Vorsitzender des Verbandes slowenischer Bauern / Kmečka zveza in Triest.

Die Fotos für den Bauernkalender steuerte Štefan Reichmann aus Ludmannsdorf bei. Über seine fotografische Arbeit für den diesjährigen Bauernkalender meint er: "Diesmal entschied ich mich dafür, dass die Gesichter des Bauern bzw. der Bäuerin auf der Vorderseite des Kalenderblattes nicht unbedingt sichtbar sein müssen, da die Porträts auf der Rückseite im Zusammenhang mit der Hofvorstellung abgebildet sind. Dabei legte ich Wert darauf, den Hintergrund dunkel bzw. schwarz zu halten, so dass nur das Gesicht ins Licht eintaucht. Besonders bei der älteren Generation kann das Gesicht allein schon eine Geschichte erzählen, da würde jedes Detail im Bild nur stören. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, die ältere Geeration der Bauern und Bäuerinnen zu fotografieren."

Mit den Bauernkalendern will KIS die Landwirtschaft und das Leben an den Bauernhöfen auch jenen vermitteln, die nicht tagtäglich mit landwirtschaftlichen Themen zu tun haben. Die Vernetzung der bäuerlichen und nichtbäuerlichen Bevölkerung rückt in Krisenzeiten verstärkt in den Vordergrund, wobei die Konsumenten mehr regionale, gesunde und natürliche Produkte einkaufen wollen.

Während der ausführlichen und herzlichen Kalenderpräsentation gab es für die Kinder eine Kinderbetreuung. Der Männerchor "Vinko Poljanec" aus St. Kanzian unter der Leitung von Franz Starz verlieh der Veranstaltung mit dem gut ausgewählten Liedern eine besondere warmherzige Note. Nach der Kalendervorstellung wurden alle zum Bauernbüffet, welches die Familie Hirm vorbereitet hat, geladen.

Den zweisprachigen Kmečki koledar Bauernkalender 2010
können Sie bei der Bäuerlichen Bildungsgemeinschaft KIS unter der Telefonnummer 0676 83 555 747 oder per E-Mail: office@kisnet.at bestellen.

 


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Weitere Fotos von der Präsentation des
Bauernkalenders ...

Foto: Mirko Štukelj

 

 


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